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09.01.2026

Yasima Reza

© Carole Bellaiche

Geboren 1959 in Paris. Nach ihrem Studium der Theaterwissenschaft und Soziologie sowie ihrer Ausbildung zur Schauspielerin erhält sie für ihr erstes Stück »Gespräche nach einer Beerdigung« (UA 1987, Théâtre Paris-Villette, Regie: Patrice Kerbrat) den »Prix Molière«. Ebenfalls damit ausgezeichnet wird das Stück »Reise in den Winter« (UA 1989, Théâtre d’Orléans, Regie: Patrice Kerbrat). Mit »Kunst« (UA 1994, Théâtre des Champs Elysées, Paris, Regie: Patrice Kerbrat) gelingt ihr ein Welterfolg, der mit dem »Tony Award« und »Lawrence Olivier Award« ausgezeichnet wird. Es folgten viele weitere Stücke, die auf den großen Bühnen Frankreichs, Österreichs und Deutschlands Premiere feierten. »Der Gott des Gemetzels« (UA 2006, Schauspielhaus Zürich, Regie: Jürgen Gosch) wurde in Deutschland auf über 90 Bühnen gespielt und von Roman Polanski verfilmt. Sie ist die meistgespielte Dramatikerin der Gegenwart.

Yasmina Reza schreibt auch Prosa, die in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde. So unter anderem »Hammerklavier» (1997) und »Nirgendwo» (2005). Ab 2006 begleitet sie ein Jahr lang die Wahlkampftour von Nicolas Sarkozy und schildert ihre Eindrücke in »Frühmorgens, abends, oder nachts» (2007). Es folgen die Romane »Glücklich die Glücklichen» (2012), »Babylon« (2016), »Serge« (2021) und »Die Rückseite des Lebens« (2025). Ihre letzten beiden Roma stellte die Autorin im Residenztheater vor. Reza wurde zuletzt mit dem »Prix de l’Académie de Berlin« ausgezeichnet.

Am Residenztheater waren »Drei Mal Leben« (2002, Regie: Hans-Ulrich Becker) und »Der Gott des Gemetzels« (2008, Regie: Dieter Dorn) zu sehen. In der Spielzeit 2022/2023 wurde ihr Stück »James Brown trug Lockenwickler« (Regie: Philipp Stölzl) uraufgeführt. In der Spielzeit 2023/2024 brachte Hausregisseurin Nora Schlocker »Anne-Marie die Schönheit« auf die Bühne des Residenztheaters sowie 2025/26 »Die Rückseite des Lebens«.