Claus Guth
Geboren in Frankfurt am Main, studierte Regisseur Claus Guth Philosophie, Germanistik und Theaterwissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität sowie Theater- und Opernregie an der Münchner Hochschule für Musik.
Guth, der seit 1990 als freischaffender Regisseur arbeitet, feierte seinen internationalen Durchbruch 1999 mit der Uraufführung von Luciano Berios «Cronaca del Luogo» bei den Salzburger Festspielen. Seitdem führte er regelmäßig bei Produktionen der Salzburger Festspiele Regie, unter anderem bei Glucks «Iphigenie auf Tauris», Mozarts «Zaide» und der «Da-Ponte-Trilogie». Er inszenierte «Luisa Miller» an der Bayerischen Staatsoper, «Der Fliegende Holländer» bei den Bayreuther Festspielen sowie «Fierrabras», «Parsifal» und «Tristan und Isolde» am Opernhaus Zürich.
Neben seinen Wagner- und Strauss-Produktionen, gilt er als Spezialist für zeitgenössisches Musiktheater (u. a. Chaya Czernowin, Helmut Oehring, Johannes Maria Staud, Peter Ruzicka) und realisierte eine Reihe von Uraufführungen, so u.a. «Pnima…ins Innere» von Chaya Czernowin für die Münchner Biennale, «Celan» von Peter Ruzicka an der Dresdner Semperoper und kürzlich «Aschemond oder The Fairy Queen» mit Musik von Helmuth Oehring und Henry Purcell an der Staatsoper Unter den Linden, Berlin.
Weitere Arbeiten umfassen «Lohengrin» (Teatro alla Scala di Milano), «Die Frau ohne Schatten», (Teatro alla Scala, Royal Opera House, Staatsoper Unter den Linden), La Bohème (Opéra national de Paris), «Jephtha» (De Nationale Opera, Amsterdam) sowie «Saul» (Theater an der Wien).
Guth erhielt 2010 und 2013 den Theaterpreis Der Faust für zwei Inszenierungen an der Oper Frankfurt: Strauss' «Daphne» (2010) und Debussys «Pelléas et Mélisande» (2012).
In der Spielzeit 2021/2022 inszeniert er «Bluthaus» im Cuvilliéstheater, eine Co-Produktion der Bayerischen Staatsoper und des Residenztheaters. In der Spielzeit 2025/2026 kehrt er an das Residenztheater zurück und inszeniert «Cabaret».

