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22.01.2025

Ewald Palmetshofer

Geboren 1978 in Oberösterreich, ist Dramatiker und Dramaturg. Palmetshofer studierte Theologie und Philosophie/Psychologie an der Universität Wien. 

Seine Stücke «hamlet ist tot. keine schwerkraft» (2007), «wohnen. unter glas» (2008) und «faust hat hunger und verschluckt sich an einer grete» (2009) wurden am Schauspielhaus Wien uraufgeführt, wo Palmetshofer Hausautor, Gastdramaturg und Kurator der Serie «Die X Gebote» war, in deren Rahmen sein Stück «herzwurst. immer alles eine tochter» 2010 uraufgeführt wurde. Es folgten die Uraufführungen von «tier. man wird doch bitte unterschicht» (Staatsschauspiel Dresden, 2010), «räuber.schuldengenital» (Burgtheater Wien, 2012) und «die unverheiratete» (Burgtheater Wien, 2014, eingeladen zum Berliner Theatertreffen und ausgezeichnet mit dem Mülheimer Dramatikerpreis 2015). 

Von 2015 bis 2019 war er Dramaturg am Theater Basel, wo sein Stück «Edward II. Die Liebe bin ich» nach Christopher Marlowe 2015 uraufgeführt und zum Schweizer Theatertreffen eingeladen wurde. 2017 wurde sein Drama «Vor Sonnenaufgang» nach Gerhart Hauptmann am Theater Basel uraufgeführt und für den Mülheimer Dramatikerpreis nominiert. 2018 war am Theater Basel Palmetshofers Neudichtung der Semi-Oper «König Arthur» von Henry Purcell und John Dryden zu sehen. 2018 wurde Palmetshofer mit dem Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis und 2019 mit dem Gert-Jonke-Preis ausgezeichnet. 

Sein Stück «Die Verlorenen», das die Intendanz von Andreas Beck am Residenztheater eröffnete, wurde zu den 45. Mülheimer Theatertagen «Stücke 2020» eingeladen und in der Kritiker*innenumfrage von Theater heute zum Stück des Jahres gewählt. Seine Dramen wurden in mehrere Sprachen übersetzt. 2014 erschien im S. Fischer Verlag unter dem Titel «faust hat hunger und verschluckt sich an einer grete» ein Band mit den gesammelten Theaterstücken des Dramatikers. Von 2012 bis 2015 unterrichtete er am Institut für Sprachkunst der Universität für angewandte Kunst Wien.

Basierend auf seinen Vorlesungen im Rahmen der 9. Saarbrücker Poetikdozentur für Dramatik erschien 2024 «Körper. Schreiben. Theater, Affekt und die Berührungen der Sprache» im Alexander Verlag Berlin.

Seine Shakespeare-Neuschreibung «Sankt Falstaff» entstand als Auftragswerk für das Residenztheater und wurde dort am 22. Januar 2025 uraufgeführt (Regie Alexander Eisenach). Es folgten weitere Inszenierungen von «Sankt Falstaff» am Theater Bonn (Regie Tilmann Köhler), am Thalia Theater Hamburg (Regie Luise Voigt), am Deutschen Theater Göttingen (Regie Erich Sidler) und dem Burgtheater Wien (Regie Karin Henkel).

Seit der Spielzeit 2019/2020 ist er Dramaturg am Residenztheater.