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28.11.2025

Heinrich von Kleist

Bernd Heinrich Wilhelm von Kleist wird 1777 in Frankfurt/Oder als ältester Sohn eines preußischen Offiziers geboren. Nach dem Tod des Vaters 1788 wächst er in Obhut des Predigers Samuel Catel in Berlin auf, der ihn auch unterrichtet. Im Alter von 15 Jahren wird Kleist Gefreiter-Korporal des Potsdamer Garderegiments und nimmt 1796 am Rheinfeldzug teil. 1799 tritt er aus dem Kriegsdienst aus, um an der Universität Frankfurt/Oder u. a. Physik, Mathematik und Naturrecht zu studieren. Zur Jahrhundertwende verlobt er sich mit Wilhelmine von Zenge. Eine Hochzeit wird nie stattfinden. 

1801, nach einigen Monaten in Paris, gelangt er nach Bern. Dort pflegt er Kontakte zu Intellektuellen wie Heinrich Zschokke und Ludwig Wieland. Kleist schwebt ein Leben als Bauer und Dichter auf einem Hof in der Schweiz vor. Er arbeitet an seinem Erstlingswerk «Die Familie Schroffenstein» sowie an den Dramen «Robert Guiskard» und «Der zerbrochne Krug». 1803 folgt die Rückkehr nach Deutschland, wo er sich mit «Amphitryon» beschäftigt. Das ursprünglich nur als deutsche Übersetzung von Molières gleichnamigem Stück vorgesehene Werk wird 1807 herausgegeben, erst 1899 wird es in Berlin uraufgeführt. 

1804 tritt Kleist erneut in den Staatsdienst ein, wird zwei Jahre später jedoch aufgrund gesundheitlicher Probleme wieder beurlaubt. In dieser Zeit entstehen «Michael Kohlhaas» und «Penthesilea». Auf dem Weg nach Berlin wird Kleist 1807 von französischen Militärs verhaftet und wegen des Verdachts der Spionage inhaftiert. In den folgenden Monaten der Gefangenschaft arbeitet Kleist an der Novelle «Das Erdbeben in Chili» und dem Drama «Das Käthchen von Heilbronn». Im Folgenden entstehen weitere Dramen und Novellen wie «Die Hermannsschlacht» und «Die Marquise von O ...». Bemühungen um eine neuerliche Anstellung im Staatsdienst laufen ins Leere. Von den eigenen Ansprüchen überfordert und von harschen Kritiken an seinem Werk stark getroffen, begeht Kleist 1811 gemeinsam mit der krebskranken Henriette Vogel am Berliner Kleinen Wannsee Suizid.

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