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17.10.2024

Henrik Ibsen

wird am 20. März 1828 als Sohn eines reichen Kaufmanns im norwegischen Skien geboren. 1836 bekommt Ibsens Vater wirtschaftliche Probleme; diese bittere Erfahrung des achtjährigen Ibsen wird sich leitmotivisch in vielen seiner Dramen wiederfinden. Die Familie zieht sich auf ihren einzig verbliebenen Besitz, ein Landgut, nach Venstøb, zurück. Ibsen muss wegen der sozialen Deklassierung die Mittelschule verlassen. Ab 1844 arbeitet er als Apothekergehilfe in der Hoffnung, sich so Zugang zu einem Medizinstudium zu verschaffen. 1846 wird er mit achtzehn Jahren Vater. Trotz seiner verheerenden finanziellen Lage bezahlt er der Mutter seines unehelichen Sohnes, einem zehn Jahre älteren Dienstmädchen, bis 1860 Alimente. Im Revolutionsjahr 1848 schreibt er unter Pseudonym sein erstes Drama «Catilina». 

1850 zieht Ibsen nach Christiania, dem heutigen Oslo, wo er den norwegischen Dichter und späteren Literaturnobelpreisträger Bjørnstjerne Bjørnson kennenlernt, mit dem ihn zeitlebens eine komplizierte Freundschaft verbindet. In Christiania nimmt er im Rahmen seines politischen Engagements Verbindung mit revolutionären Kreisen und der Arbeiterbewegung auf und beginnt, Medizin zu studieren. 1851 wird Ibsen als Dramatiker und Regisseur an das neugegründete Det Norske Theater in Bergen berufen. 1857 zieht Ibsen zurück nach Christiania. 1858 heiratet Ibsen Suzannah Thoresen, die Stieftochter der damals populären Schriftstellerin Magdalene Thoresen. Im darauffolgenden Jahr wird sein Sohn Sigurd geboren. Die Familie lebt in prekären Verhältnissen. 

1864 erhält Ibsen durch die Vermittlung von Bjørnson ein Stipendium für eine Studienreise. Er richtet sich in Rom ein – und seine Arbeit findet positive Resonanz. Die Stücke «Brand» (1866) und «Peer Gynt» (1867) werden von internationalen Kritikern akklamiert, und Ibsen beginnt, seine dramatischen Arbeiten mit persönlichen Weltanschauungen und philosophischem Unterbau auszustatten. Bis 1891 wird er – abgesehen von kurzen Besuchen in Skandinavien – im Ausland leben: in Rom, Dresden und München. In dieser Phase der allerhöchsten Betriebsamkeit gelingen Ibsen einige seiner bedeutendsten Werke, wie 1884 «Die Wildente», die er in Rom und Gossensass in Tirol verfasst und welche am 9. Januar 1885 am Theater Den Nationale Scene in Bergen, Norwegen, uraufgeführt wird. 

1891 kehrt Ibsen nach Norwegen zurück und lässt sich erneut in Christiania nieder. 1898 wird er anlässlich seines 70. Geburtstags in ganz Skandinavien geehrt. Im Frühjahr 1901 erleidet Ibsen einen Schlaganfall, der seine rechte Körperseite lähmt. 1903 verschlechtert ein zweiter Anfall seinen Zustand dramatisch. Er stirbt am 23. Mai 1906 in Christiania. Der norwegische Staat ehrt ihn mit einem Staatsbegräbnis.

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