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Philipp Stölzl

Geboren 1967 in München. Nach seiner Ausbildung zum Bühnenbildner an den Münchner Kammerspielen inszenierte er 1997 für die Band Rammstein ein Musikvideo, das ihn international bekannt machte; es folgten Musikvideos für Marius Müller-Westernhagen, Luciano Pavarotti, Madonna und Mick Jagger. 2002 drehte Stölzl seinen ersten Spielfilm, die Tragikomödie «Baby». Es folgten u. a. das Bergdrama «Nordwand» (2008), die romantische Komödie «Goethe!» (2010), «The Expatriate» (2012), die Verfilmung von «Der Medicus» (2013), der Musikfilm «lch war noch niemals in New York» (2019), die Adaption von Stefan Zweigs «Schachnovelle» (2021) und die finalen Folgen des TV-Mehrteilers «Der Schwarm» (2023). Stölzls Filme wurden mit diversen Preisen ausgezeichnet.

Neben seiner Tätigkeit als Filmregisseur inszenierte Stölzl weiterhin für die Bühne, u. a. am Staatstheater Meiningen («Der Freischütz», 2005), bei den Salzburger Festspielen («Benvenuto Cellini», 2007), am Staatstheater Stuttgart («Die Fledermaus», 2010), an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin («Orpheus in der Unterwelt», 2011 und «Il Trovatore», 2013), an der Deutschen Oper Berlin («Parsifal», 2012), bei den Osterfestspielen Salzburg («Cavalleria Rusticana» / «Pagliacci», 2015), am Staatsschauspiel Dresden («Der Phantast. Leben und Sterben des Dr. Karl May», 2017), am Theater Basel («Andersens Erzählungen», UA 2019, Koproduktion mit dem Residenztheater), bei den Bregenzer Festspielen («Rigoletto», 2021 und «Der Freischütz», 2024), und am Deutschen Schauspielhaus Hamburg («Der lange Schlaf», 2023).

Am Residenztheater waren bereits mehrere Regiearbeiten von Philipp Stölzl zu sehen: die deutschsprachige Erstaufführung von Matthew Lopez’ «Das Vermächtnis» (eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2023), die Uraufführungen «James Brown trug Lockenwickler» von Yasmina Reza und «Andersens Erzählungen» von Jherek Bischoff, Jan Dvořák und Philipp Stölzl in Koproduktion mit dem Theater Basel. In der Spielzeit 2024/2025 inszenierte er am Residenztheater «Gschichtn vom Brandner Kaspar» von Franz Xaver Kroetz frei nach Motiven von Franz von Kobell.