FEDERICO GARCÍA LORCA

1898 in einem andalusischen Dorf geboren, wächst Federico García Lorca in einem äußert katholisch geprägten Umfeld auf. Um den Kindern eine solide Schulbildung zu ermöglichen, zieht die Familie 1909 nach Granada. Der musikalisch talentierte Lorca erträumt sich eine Karriere als Konzertpianist, beginnt nach seinem Schulabschluss auf Wunsch seiner Eltern jedoch ein Jura- und Literaturstudium. In Madrid schließt er Freundschaft mit den Surrealisten Luis Buñuel und Salvador Dalí.
Mit zwanzig Jahren bringt Lorca seinen ersten Prosaband «Impressionen und Landschaften» heraus – in Eigendruck und von seinem Vater, einem wohlhabenden Landwirt, finanziert. Es folgt die Uraufführung seines ersten Theaterstücks «Der Fluch des Schmetterlings», die beim Publikum durchfällt, sowie die Veröffentlichung des «Gedichtbuchs». Erst mit der gefeierten Premiere von «Mariana Pineda» und weiteren Gedichtsammlungen beginnt sich das Blatt zu wenden. Sein Drama «Bluthochzeit» – das den ersten Teil der «Bauerntrilogie» bildet, die 1934 mit «Yerma» fortgesetzt und 1936 mit seinem letzten Stück «Bernarda Albas Haus» beendet wird – ist nicht nur ein überwältigender Erfolg, sondern bringt auch die langersehnte ökonomische Unabhängigkeit von den Eltern.
Ab 1929 unternimmt er ausgedehnte Reisen nach New York, Kuba und Buenos Aires, kehrt aber immer wieder in sein Heimatland zurück. Er übernimmt die Leitung der Studententheatertruppe «La Barraca», deren Ziel es ist, der Landbevölkerung den Zugang zu Theater zu ermöglichen. Aufgrund zunehmender politischer Unruhen beschließt Lorca im Juli 1936, Madrid zu verlassen und seine Familie in Granada aufzusuchen. Kurz darauf erfolgt der Militärputsch gegen die Republik durch den General Francisco Franco.
Am 16. August verhaftet ein falangistisches Kommando Federico García Lorca. Wenige Tage später wird der spanische Dichter, der mit seinen gesellschaftskritischen Arbeiten zunehmend ins Visier der politischen Rechten geriet, erschossen.



