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14.06.2025

Franz Xaver Kroetz

Geboren 1946 in München. Nach dem Schulabbruch besucht er eine private Schauspielschule in München, später dann das Max-Reinhardt-Seminar in Wien, beides beendet er vorzei-tig. Nach der Schauspielprüfung der Bühnengenossenschaft erstes Engagement am Büchner-Theater München. Kontakt mit Rainer Werner Fassbinders «antitheater». Zeitgleich hält er sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Er führt Regie am  Tegernseer Bauerntheater und schreibt eine Vielzahl von  Stücken, die er verbrennt. 1968 und 1969 entstehen seine ers-ten Stücke, u. a. «Wildwechsel» und «Heimarbeit». Aufgrund eines einjährigen Dramatikerstipendiums des Suhrkamp- Verlags kann Kroetz sich ganz dem Schreiben widmen und schafft den Durchbruch. 1971 entstehen die Werke  «Stallerhof», «Wunschkonzert», «Geisterbahn» und «Lieber Fritz». Kroetz wird zum meistgespielten deutschsprachigen Gegenwartsdramatiker und inszeniert seine Stücke auch zum Teil selbst. Seine Uraufführungen lösen oftmals Skanda-le aus und es kommt zu Protesten. 1971 tritt er in die Deut-sche Kommunistische Partei DKP ein. Im selben Jahr verfilmt  Rainer Werner Fassbinder «Wildwechsel», weitere Fern-sehverfilmungen seiner Stücke, auch in Eigenregie, folgen. Bis 1977 schreibt er mindestens zwanzig Stücke. Sie werden zahlreich ausgezeichnet. Immer wieder arbeitet er auch als Schauspieler im Theater, Film und Fernsehen. Einen großen Bekanntheitsgrad erhält er 1986 durch seine Rolle als Klatsch-reporter Baby Schimmerlos in der Fernsehserie «Kir Royal». U. a. waren am Residenztheater bereits Kroetz' Bearbeitung von Ludwig Anzengrubers «Der Gewissenswurm» (2007), «Du hast gewa ckelt. Requiem für ein liebes Kind» (2012), «Agnes Bernauer» (2021) und «Der Drang» (2022) zu sehen.

Nach über zehn Jahren, in denen Franz Xaver Kroetz keine Theaterstücke veröffentlicht hat, feierte in der Spielzeit 2024/2025 «Gschichtn vom Brandner Kaspar» seine Uraufführung am Residenztheater.