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30.03.2023

Johann Wolfgang von Goethe

Goethe wird am 28. August 1749 in Frankfurt am Main geboren und wächst in einer gesellschaftlich angesehenen und wohlhabenden Familie auf. Nach dem Privatunterricht im Elternhaus nimmt der 16-Jährige auf Wunsch seines Vaters ein Jurastudium in Leipzig auf, das er 1770 in Straßburg mit dem Lizentiat beendet. 

Dort macht er die Bekanntschaft von Johann Gottfried Herder und verfasst erste Gedichte. In Frankfurt eröffnet Goethe eine Kanzlei, widmet sich aber vermehrt seiner Dichtung. 1773 publiziert er das Drama «Götz von Berlichingen», ein Jahr später den Briefroman «Die Leiden des jungen Werther», die seinen Ruhm als junges Genie begründen.

1775 bittet ihn der Herzog Carl August nach Weimar, wo er schnell Karriere als Staatsbeamter macht und 1782 in den Adelstand erhoben wird. Nach zehn Jahren Pflichterfüllung am Hof reist er 1786 nach Italien. Diese «Italienische Reise» markiert einen Neuanfang für sein Werk. 1788 kehrt Goethe nach Weimar zurück. Nach anfänglichen Differenzen verbindet Goethe ab 1794 eine enge Freundschaft mit Friedrich Schiller, auf der die Weimarer Klassik und ihr an der griechischen Antike orientiertes Welt- und Menschenbild aufbaut. Als «Universalgenie» zeigt sich Goethe an vielen Wissenschaften interessiert: Er ist Maler, entwickelt eine Farbenlehre, stellt zoologische, mineralogische und botanische Forschungen an. 1796 erscheint der Bildungsroman «Wilhelm Meisters Lehrjahre», 1808 das Drama «Faust I»
und 1809 der Roman «Die Wahlverwandtschaften». Ab 1811 arbeitet Goethe an seiner Autobiografie «Dichtung und Wahrheit». 

Kurz vor seinem Tod vollendet er «Faust II». Am 22. März 1832 stirbt er im Alter von 83 Jahren in Weimar.