Kurt Weill

Kurt Weill wird 1900 als Curt Julian Weill in Dessau geboren, beginnt 1918 ein Musikstudium an der Hochschule für Musik in Berlin, 1920 folgt ein Engagement als Kapellmeister am Stadttheater Lüdenscheid. 1926 Hochzeit mit der Schauspielerin und Sängerin Lotte Lenya. 1927 beginnt die Zusammenarbeit mit Brecht. Einflüsse zeitgenössischer Tanzmusik und aus dem Jazz prägen die Entwicklung seines sogenannten »Songstils». Im April 1928 nimmt Weill die Arbeit an der Musik für «Die Dreigroschenoper« auf; große Teile davon entstehen im Mai∕Juni desselben Jahres im südfranzösischen Saint-Cyr-sur-Mer, wohin sich Weill und Brecht wegen des Termindrucks zurückziehen. Die Proben beginnen am 10. August, die Uraufführung findet am 31. August 1928 statt. Wegen des überwältigenden Erfolgs wird das Stück ein Jahr ununterbrochen gespielt. 1933 fallen Weills Werke der Bücherverbrennung der National-
sozialisten zum Opfer, er flieht nach Paris und emigriert 1935 in die USA. Dort feiert er Erfolge am Broadway, komponiert u. a. Opern, Musicals, Operetten, Kammermusiken, Songs und Filmmusiken. 1943 nimmt Weill die US-Staatsbürgerschaft an. Als ihn 1947 das Magazin »Life» als deutschen Komponisten bezeichnet, protestiert er in einem Leserbrief mit den Worten: «Although I was born in Germany, I do not consider myself a ›German composer‹. The Nazis obviously did not consider me as such either and I left their country (an arrangement which suited both me and my rulers admirably) in 1933.« Kurt Weill stirbt am 3. April 1950 in New York.
Einen ausführlichen Zeitstrahl zu Kurt Weills Leben sowie weitere Bilder und Informationen finden Sie auf der Website der Kurt Weill Foundation.



