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23.09.2026

Bertolt Brecht

Bertolt Brecht wird 1898 in Augsburg als Eugen Berthold Friedrich Brecht (ab 1916 besteht Brecht darauf Bert und ab 1922 Bertolt genannt zu werden) geboren, beginnt 1917 ein Medizinstudium an der LMU München; Kontakt zu Frank Wedekind und Lion Feuchtwanger; erste Dramenentwürfe. 1922 wird sein Stück »Trommeln in der Nacht» in den Münchner Kammerspielen uraufgeführt. 1923 entsteht mit Karl Valentin der später von Valentin nicht freigegebene Film «Mysterien eines Frisiersalons» (Regie: Brecht und Erich Engel, der spätere Regisseur der Uraufführung der «Dreigroschenoper»). Sein Stück «Im Dickicht der Städte» hat 1923 in einer überarbeiteten Fassung unter dem Titel «Im Dickicht» Premiere am Residenztheater; bereits die zweite Vorstellung wird von Nationalsozialisten gestört; das Stück wird nach sechs Vorstellungen abgesetzt. 1924 zieht Brecht nach Berlin; Tätigkeit mit Carl Zuckmayer als Dramaturg für Max Reinhardt am Deutschen Theater. Mit dem Komponisten Kurt Weill entstehen u. a. «Die Dreigroschenoper» (UA 1928, Theater am Schiffbauerdamm Berlin) und die Oper «Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny» (UA 1930, Neues Theater Leipzig). 1933, am Tag nach dem Brand des Reichstagsgebäudes, flieht Brecht mit seiner Familie ins Exil (über Prag, Wien, die Schweiz bis Dänemark); seine Bücher werden von den Nationalsozialisten öffentlich verbrannt, seine gesamten Schriften verboten; 1935 wird ihm die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt. Uraufführung von «Die Gewehre der Frau Carrar» (1937, Paris); nach Einmarsch der deutschen Truppen in Dänemark und Norwegen erneute Flucht nach Finnland, wo sein Stück «Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui» entsteht; Uraufführung von «Mutter Courage und ihre Kinder» (1941, Schauspielhaus Zürich); 1941 Einreiseerlaubnis in die USA. 1947 wird Brecht unter dem Verdacht, Mitglied einer kommunistischen Partei zu sein, vom «Komitee für unamerikanische Umtriebe« in Washington befragt, darauf sofortige Abreise in die Schweiz. 1949 Übersiedelung nach Ost-Berlin. Helene Weigel wird mit der Gründung des Berliner Ensembles beauftragt, Brecht wird Erster Spielleiter des Theaters. Bertolt Brecht stirbt am 14. August 1956 in Ost-Berlin.